Laserdiagnostik

Schnelle Diagnosen ohne Schnitt – dank konfokaler Lasermikroskopie

Wissenswertes im Überblick

Die konfokale Lasermikroskopie ist ein schnelles und schmerzfreies Untersuchungsverfahren zur Beurteilung von Hautveränderungen und Diagnose von Hautkrebs. Der Arzt kann damit feststellen, ob eine Veränderung bösartig ist oder nicht. Außerdem lässt sich mit dem Lasermikroskop bestimmen, um welche Krebsart es sich handelt.

Neben Veränderungen an der Haut und entzündlichen Hauterkrankungen kann mit der VivaScope®-Technologie sowohl schwarzer als auch weißer Hautkrebs erkannt werden. Zum weißen Hautkrebs wird das Plattenepithelkarzinom und seine Vorstufe, die aktinische Keratose, gezählt sowie das Basalzellkarzinom, welches nicht nur die häufigste Hautkrebsart, sondern der häufigste Tumor des Menschen überhaupt ist. Die Tumoren haben eine weiße bis rötliche Färbung, sind rau und schuppig und haben eine ähnliche Form wie ein Muttermal.

Schwarzer Hautkrebs tritt seltener auf, ist jedoch die bösartigste Hautkrebsform, da er Metastasen bilden kann. Wird ein malignes Melanom nicht rechtzeitig erkannt und entfernt, kann es tiefer in die Haut wachsen und sich im Körper unkontrolliert ausbreiten. Diese Art von Tumor entsteht meist aus gutartigen Nävi (Muttermalen), kann sich aber auch neu bilden. Die Hautveränderungen sind bräunlich bis schwarz und ähneln auf den ersten Blick den harmlosen Pigmentmalen.

Hautkrebs kann normalerweise nur mithilfe einer Biopsie sicher diagnostiziert werden. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht. Bei der konfokalen Laserscanmikroskopie handelt es sich dagegen um ein nicht-invasives Verfahren, bei dem die Haut nicht verletzt wird und somit auch keine Narben entstehen. Dies ist insbesondere an sichtbaren Stellen wie dem Gesicht ein großer Vorteil.

Mit dem Lasermikroskop kann der Dermatologe pigmentierte Male näher betrachten und auf ihre Bösartigkeit untersuchen. Hier wird sichtbar, ob es sich um gutartige Muttermale, schwarzen Hautkrebs oder eine Vorstufe des malignen Melanoms handelt. Auch hellere Hautstellen kann der Arzt auf diese Weise beurteilen und so zwischen harmlosen Veränderungen, weißem Hautkrebs und seinen Vorstufen unterscheiden. Außerdem kann er sehen, um welche der zwei Varianten von weißem Hautkrebs es sich genau handelt.

Die Untersuchung mit dem Lasermikroskop ist schonend und absolut schmerzfrei. Hier erlauben zellgenaue Fotos eine zuverlässige Diagnose. Nach dem Aufbringen von Ultraschallgel trifft ein Laserstrahl das entsprechende Hautareal und wird wieder reflektiert. Durch die konfokale Anordnung des beleuchteten Areals, der Lichtquelle und der Blendenöffnung des Detektors entstehen Bilder in Echtzeit vom lebenden Gewebe. Auf den Bildern wird die Haut Schicht für Schicht und mit mikroskopischer Genauigkeit dargestellt.

Mit diesem modernen Verfahren können wir eine schnelle und unmittelbare Diagnose erstellen. Die Wartezeit auf das Ergebnis, die von Betroffenen oft als sehr belastend empfunden wird, wird somit deutlich verkürzt oder entfällt sogar vollständig.

Weitere Informationen

Sie können alle Ärzte des Hauses zum Thema Laserdiagnostik ansprechen.

Weitere Informationen zum Thema Hautkrebsscreening finden Sie hier.