Proktologie/ Enddarm­erkrankungen

Enddarmerkrankungen frühzeitig erkennen und heilen

Wissenswertes im Überblick

Proktologische Erkrankungen
Enddarmerkrankungen kommen sehr häufig vor und können mit modernen, schonenden Verfahren diagnostiziert und behandelt werden. Wird frühzeitig mit der Therapie begonnen, sind die Aussichten auf eine vollständige Heilung sehr gut. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und die ersten Anzeichen einer Erkrankung von einem Arzt abklären zu lassen.

Hämorrhoiden
sind knotenförmige Erweiterungen der Enddarmgefäße, die der Abdichtungsfunktion des Afters dienen. Vergrößern sich diese Gefäßpolster im Laufe des Lebens, kommt es zu einer Störung bei der Regulierung der Darmtätigkeit. Hämorrhoidalleiden äußern sich in Blutungen, Juckreiz oder Problemen beim Stuhlgang.

Hämorrhoiden lassen sich ambulant entfernen, indem das überschüssige Gewebe mit einem Gummiring abgebunden wird. Alternativ bietet sich eine Laserbehandlung an. Dabei werden die betroffenen Gefäße gezielt mit dem Laserlicht erhitzt. Das Gewebe schrumpft und der Druck lässt nach.

Analfissur
Eine Analfissur ist ein Einriss in der Haut des Analkanals, der häufig eine Folge von Hämorrhoiden ist und ähnliche Symptome verursacht. Oft heilen Analfissuren von selbst. Salben und Zäpfchen können brennende Schmerzen lindern.

Gerade wenn die Analhaut vorgeschädigt ist, kann eine chronische Analfissur entstehen. Dabei bilden sich wulstige Narben und eine verdickte Vorpfostenfalte, die bei jedem Stuhlgang zusätzlich gereizt wird. Hier kann eine Behandlung mit Botulinumtoxin dafür sorgen, unter der Fissur liegende Fasern zu entspannen, die Durchblutung anzuregen und damit die Heilung zu fördern.

Analvenenthrombose
Eine Analvenenthrombose ist ein Blutgerinnsel in einer Vene am Analrand, das innerhalb weniger Stunden zu einer Schwellung führt. Auslöser können ein starkes Pressen bei der Stuhlentleerung, Durchfall oder ein starker Druck auf den Beckenboden sein. Die Schwellung ist schmerzhaft, geht jedoch innerhalb weniger Wochen von selbst zurück. Salben und abschwellende Medikamente können den Heilungsprozess unterstützen. Ohne jede Therapie können kleine Hautfalten zurückbleiben. Diese Marisken sowie größere, sehr schmerzhafte Thrombosen werden in der Regel bei einem kleinen Eingriff ambulant entfernt.

Anale Infektionskrankheiten
Neben proktologischen Erkrankungen umfasst unser Diagnostik- und Behandlungsspektrum auch anale Infektionserkrankungen. Infektionen können durch Pilze, Bakterien, Parasiten oder Viren verursacht werden.

Feigwarzen
Feigwarzen sind die Folge einer Virusinfektion. Zunächst handelt es sich nur um einzelne Knötchen im Genital- oder Afterbereich, die jedoch zu unangenehmen Wucherungen auswachsen können. Hier helfen Salben dabei, das Wachstum der Viren zu hemmen. Bei stärkerem Befall werden Kondylome ambulant entfernt oder mit dem Laser abgetragen.

Chronisch entzündliche Erkrankungen
Durch die abgeschlossenen Bedingungen der Afterregion werden Entzündungen begünstigt. Ist die Abwehrfähigkeit einmal geschwächt, können neben Pilzen, Viren und Bakterien auch allergieauslösende Stoffe die Entzündung verstärken. Anlagemäßig bereits vorhandene Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte können das entzündliche Hautareal ebenfalls vermehrt befallen.

Die Art der Behandlung hängt von der chronisch entzündlichen Erkrankung und des jeweiligen Schweregrads ab. Lösungen, Cremes und Lotionen können die Symptome lindern.

Krebserkrankungen
Krebserkrankungen im analen Bereich sowie ihre Vorstufen können wir vor Ort diagnostizieren. Die nachfolgende Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Befund.

Weitere Informationen

Wir beraten Sie gerne zum Thema Enddarmerkrankungen. Bitte sprechen Sie uns an.